Geschenkt (7/2014)

Diese Rezension erschien zunächst im Fundraiser-Magazin 6/2014.

Wem ist das nicht schon einmal passiert? Sie tun einem Menschen etwas Gutes und plötzlich öffnet sich ein Universum, mit dem Sie nicht gerechnet haben: Sie schicken einer alten Freundin nach Jahren einen kleinen Postkarten-Gruß zum Geburtstag – und telefonieren seitdem wieder jeden Tag miteinander. Sie spielen Karten mit einem Jungen, der in der Bahn allein zu seinem Vater reist, und plötzlich lacht der halbe Waggon bei dem lustigen Treiben mit.

In dem Roman „Geschenkt“ des österreichischen Bestseller-Autors Daniel Glattauer eröffnet sich für den Protagonisten Gerold Plassek ein besonders weites und fantastisches Universum, nachdem ein anonymer Wohltäter regelmäßig hohe Geldbeträge an hilfsbedürftige Menschen und Orga­ni­sa­tio­nen verteilt – und die Hinweise auf die Not­situationen aus Plasseks Artikel für ein kleines Lokalblättchen nimmt. Am Ende wird nicht nur das Leben des herzensguten Versagers Plassek völlig auf den Kopf gestellt, sondern er zum wahren Beschenkten.

„Geschenkt“ ist ein Roman, der auf einer wahren Begebenheit – dem sogenannten „Wunder von Braunschweig“ – beruht und auf spannende und anrührende Weise von dem Zauber des Spendens und Schenkens erzählt, das häufig viel weiter ausstrahlt, als wir denken. Ein Buch, das auf den Nacht­tisch jedes Fundraisers gehört. Am besten las­sen Sie es sich schenken.

Foto: Deuticke Verlag

Foto: Deuticke Verlag